Aktuelles

Pressemitteilung vom 09.03.2026

Wechsel gewünscht – Machtverhältnisse bleiben?

 

Freie Wähler Dinkelsbühl analysieren Wahlergebnis der Stadtratswahl

 

Dinkelsbühl – Der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach Veränderung in der Dinkelsbühler Kommunalpolitik war bei dieser Wahl deutlich spürbar. Das Wahlergebnis könnte jedoch paradoxerweise dazu führen, dass sich an den tatsächlichen Machtverhältnissen im Stadtrat weniger ändert, als viele Wählerinnen und Wähler erwartet haben.

 

Zu dieser Einschätzung kommen die Freien Wähler Dinkelsbühl nach einer ersten Analyse der Stadtratswahl.

 

Mit 11,2 Prozent der Stimmen und drei Sitzen im Stadtrat bleiben die Freien Wähler weiterhin als Fraktion im Dinkelsbühler Stadtrat vertreten. Auch wenn die Wählergemeinschaft zwei Sitze verloren hat und damit zu den Wahlverlierern zählt, bleibt der Fraktionsstatus für die kommunalpolitische Arbeit von großer Bedeutung.

 

Durch diesen Fraktionsstatus können die Freien Wähler weiterhin Mitglieder in wichtigen Ausschüssen der Stadt stellen. Dazu zählen unter anderem der Bauausschuss, der Verwaltungsausschuss, der Werkausschuss sowie weitere zentrale Gremien der Stadt. In diesen Ausschüssen werden nicht nur viele Themen der Kommunalpolitik beraten und vorbereitet – ein Teil der Entscheidungen wird dort auch unmittelbar getroffen, da mehrere dieser Ausschüsse eigenständig Beschlüsse fassen können.

 

Andere Gruppierungen wie SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke verfügen nach der Wahl nicht über den notwendigen Fraktionsstatus und können deshalb keine eigenen Vertreter in diese Ausschüsse entsenden. Diese Auswirkungen des Wahlsystems seien vielen Wählerinnen und Wählern vermutlich nicht bewusst gewesen.

 

Starkes Signal für Veränderung

 

Deutlich sichtbar wurde bei dieser Wahl der Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach neuen politischen Angeboten.

 

Besonders auffällig ist der Einzug der neuen Gruppierung Dinkelsbühl Gemeinsam Gestalten (DGG), die aus dem Stand über 20 Prozent der Stimmen und fünf Sitze im Stadtrat erreichen konnte.

 

Dieses Ergebnis sei zweifellos bemerkenswert und zeige, dass viele Wählerinnen und Wähler nach neuen politischen Kräften gesucht haben.

 

Gleichzeitig habe diese Entwicklung jedoch dazu geführt, dass nahezu alle anderen Gruppierungen, die in den vergangenen Jahren eine kritischere Rolle im Stadtrat eingenommen hatten, deutlich an Stärke verloren haben.

 

„Der Wechselwille vieler Bürger war klar erkennbar. Gleichzeitig wurden genau jene Kräfte geschwächt, die bislang eine unabhängige und kritische Rolle im Stadtrat wahrgenommen haben“, erklären die Freien Wähler.

 

Ein erheblicher Teil der Stimmen für die neue Gruppierung sei offensichtlich aus dem bisherigen oppositionellen Lager gekommen. Dadurch habe sich das Kräfteverhältnis innerhalb der Opposition deutlich verschoben.

 

„Der Wunsch nach Veränderung war klar erkennbar. Gleichzeitig hat die starke Konzentration vieler Stimmen auf eine neue Gruppierung dazu geführt, dass mehrere bisherige Oppositionskräfte deutlich geschwächt wurden. Ob diese Entwicklung am Ende tatsächlich zu einer politischen Veränderung führt – oder lediglich die Kräfteverhältnisse neu sortiert – wird sich erst im Stadtrat zeigen.“

 

CSU bleibt dominierende Kraft

 

Überraschend deutlich fiel aus Sicht der Freien Wähler auch das Ergebnis der CSU aus, die erneut acht Sitze im Stadtrat erreichen konnte und damit weiterhin klar stärkste Kraft bleibt.

Damit bleibt auch der wiedergewählte Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer politisch in einer sehr komfortablen Position.

 

Kritisch sehen die Freien Wähler in diesem Zusammenhang auch die Kandidatur von Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer auf Platz 1 der CSU-Stadtratsliste, während er gleichzeitig erneut als Oberbürgermeister kandidierte.

 

Während des Wahlkampfes erklärte Dr. Hammer öffentlich, dass er sein Stadtratsmandat nicht antreten werde, falls er nicht erneut zum Oberbürgermeister gewählt wird. Diese Aussage erfolgte zu einem Zeitpunkt, als die Stadtratsliste der CSU bereits lange aufgestellt und der Wahlkampf in vollem Gange war.

 

Aus Sicht der Freien Wähler hat diese Konstellation dennoch dazu geführt, dass der amtierende Oberbürgermeister als Spitzenkandidat auf der CSU-Stadtratsliste zusätzliche Stimmen mobilisieren konnte, obwohl er gleichzeitig angekündigt hatte, das Mandat im Stadtrat im Falle einer Niederlage bei der Oberbürgermeisterwahl nicht anzunehmen.

„Formal ist dieses Vorgehen selbstverständlich zulässig“, erklären die Freien Wähler.

 

„Gleichzeitig stellt sich jedoch die Frage, ob vielen Wählerinnen und Wählern bewusst war, dass der Spitzenkandidat der CSU-Stadtratsliste sein Mandat unter diesen Voraussetzungen gar nicht antreten wollte.“

 

„Damit hat die CSU aus Sicht der Freien Wähler gleich in mehrfacher Hinsicht vom Wahlergebnis profitiert: durch ihre weiterhin dominierende Stellung im Stadtrat und durch eine gleichzeitig geschwächte Opposition.“

 

Alte Mehrheiten könnten bestehen bleiben

 

Aus Sicht der Freien Wähler besteht nun die Gefahr, dass sich im Stadtrat erneut unausgesprochene Mehrheiten bilden könnten – ähnlich wie in der vergangenen Wahlperiode.

 

„Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass sich immer wieder Gruppierungen finden, die im Wahlkampf noch für Veränderungen stehen, im politischen Alltag jedoch am Ende die Politik der Rathausspitze mittragen“, so die Freien Wähler.

 

In solchen Konstellationen sei bereits in der Vergangenheit zu beobachten gewesen, dass politische Unterstützung teilweise auch mit der Vergabe von Funktionen oder Posten verbunden war – etwa bei der Besetzung von Bürgermeisterämtern oder anderen wichtigen Positionen im Stadtrat. Dadurch entstehe mitunter eine politische Situation, in der Entscheidungen der Rathausspitze kaum noch kritisch hinterfragt werden und Vorlagen weitgehend mitgetragen werden.

 

Gerade Gruppierungen, die sich selbst als unabhängig oder bürgernah verstehen, stünden dabei besonders in der Verantwortung, Entscheidungen im Stadtrat kritisch zu prüfen und nicht allein aus politischen Konstellationen heraus zu unterstützen.

 

Damit könnte sich eine Situation ergeben, in der sich trotz eines erkennbaren Wechselwunsches vieler Bürgerinnen und Bürger an der politischen Richtung der Stadtpolitik weniger verändert als erwartet.

 

Freie Wähler bleiben unabhängige Stimme

 

Trotz der Verluste sehen die Freien Wähler ihre Aufgabe weiterhin darin, eine unabhängige, sachorientierte und bürgernahe Stimme im Stadtrat zu sein.

 

Gerade in einem politisch stärker fragmentierten Stadtrat werde es künftig umso wichtiger sein, Sachargumente, Transparenz und Verantwortung in den Mittelpunkt der politischen Arbeit zu stellen.

 

„Kommunalpolitik darf nicht von Parteitaktik geprägt sein, sondern muss sich an den besten Lösungen für die Stadt und ihre Bürger orientieren.“

 

Dank an Kandidaten und Unterstützer

 

Ein besonderer Dank gilt den Kandidatinnen und Kandidaten der Freien Wähler, die sich im Wahlkampf mit großem persönlichem Einsatz für ihre Stadt engagiert haben.

 

Ebenso bedanken sich die Freien Wähler bei allen Unterstützern, Helfern und Bürgerinnen und Bürgern, die in den vergangenen Wochen das Gespräch gesucht und ihre Anliegen eingebracht haben.

 

Die Freien Wähler werden auch künftig für eine unabhängige, sachorientierte und bürgernahe Kommunalpolitik eintreten und sich konstruktiv in die Arbeit des Stadtrates einbringen.

 

„Viele Bürgerinnen und Bürger wollten eine andere Politik im Rathaus. Ob sich dieser Wunsch nun wirklich im Stadtrat widerspiegelt – oder am Ende doch wieder die alten politischen Mechanismen greifen – wird sich sehr schnell zeigen.“

Artikel der Fränkischen Landeszeitung  vom    28. Februar 2026

Artikel der Fränkischen Landeszeitung  vom    13. dezember 2025

Artikel der Fränkischen landeszeitung vom 04.06.2019

Freie Wähler Dinkelsbühl stellen starke Liste für die Kommunalwahl 2026 vor

 

Breite Beteiligung bei Nominierungsversammlung

 

Dinkelsbühl – Am 11. Dezember 2025 haben die Freien Wähler Dinkelsbühl ihre Kandidatinnen und Kandidaten für die Stadtratswahl am 8. März 2026 aufgestellt. Vorsitzender Alexander Wendel eröffnete die Versammlung und begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Interessierte. Die Leitung übernahm im Anschluss der gewählte Versammlungsleiter Markus Schneider.

 

24 Kandidatinnen und Kandidaten einstimmig gewählt

 

Schneider stellte die Bewerberinnen und Bewerber vor, die sich für eine klare, unabhängige und zukunftsorientierte Kommunalpolitik einsetzen möchten. Die gesamte Liste wurde einstimmig gewählt – ein starkes Zeichen für Geschlossenheit innerhalb der Freien Wähler.

 

Die Listenplätze belegen:

 

1.Markus Schneider · 2. Holger Göttler · 3. Martina Krämer · 4. Matthias Schreiber ·

5. Dr. Matthias Lammel · 6. Alexander Wendel · 7. Petra Liebschner · 8. Robin Simon ·

9. Thomas Buckel · 10. Julian Schneider · 11. Peter Beck · 12. Heiko Bender · 13. Corina Neumann · 14. Serena Raveentiran · 15. Thomas Paul · 16. Michael von Karpowitz ·

17. Denise Schneider · 18. Jannik Feindert · 19. Georg Knipfer · 20. Klaus Rattelmüller · 21. Uwe Braun · 22. Matthias Osterhold · 23. Andrea Sorg · 24. Jens Bergler.

 

In kurzen Vorstellungen machten die Kandidatinnen und Kandidaten deutlich, welche persönlichen Beweggründe und Ziele sie mit ihrer Kandidatur verbinden.

 

Einblicke in die Stadtratsarbeit

 

Im weiteren Verlauf berichtete Listenführer Markus Schneider gemeinsam mit den amtierenden Stadträten Holger Göttler, Matthias Schreiber, Dr. Matthias Lammel und Alexander Wendel über aktuelle Themen und Herausforderungen der Stadtpolitik.

Ihre Beiträge unterstrichen, wie wichtig sachorientierte und unabhängige Stimmen im Stadtrat sind – gerade mit Blick auf langfristige Entscheidungen in der Stadtentwicklung.

 

„Erfahrung, Kompetenz und neue Impulse“

 

„Wir sind stolz darauf, eine Liste präsentieren zu können, die Erfahrung, Kompetenz und neue Impulse in sich vereint“, erklärte der Vorsitzende der Freien Wähler Dinkelsbühl, Alexander Wendel. „Dieses Team ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und Dinkelsbühl mit Klarheit, Mut und Vernunft weiterzubringen. Eine starke Vertretung der Freien Wähler im Stadtrat bedeutet eine starke, unabhängige und zukunftsorientierte Stadtpolitik.“

 

Klares Leitmotiv für den Wahlkampf

 

Unter ihrem Leitsatz „Dinkelsbühl kann mehr – mehr Ideen, mehr Mut, mehr Zukunft.“ gehen die Freien Wähler selbstbewusst in den Kommunalwahlkampf. Ihr Anspruch ist es, Politik nicht nach Parteivorgaben, sondern nach Sachverstand, Verantwortungsbewusstsein und dem Willen zur langfristigen Weiterentwicklung der Stadt auszurichten.

 

„Wir glauben an Dinkelsbühl“

 

Die Vorstandschaft abschließend:

„Wir glauben an Dinkelsbühl und an das Potenzial unserer Stadt. Deshalb wollen wir Dinkelsbühl weiterdenken, weiterentwickeln und für kommende Generationen stärken. Wir freuen uns auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger.“

Pressemitteilung vom 08. September 2025

 

Freie Wähler Dinkelsbühl unterstützen

Anja Schmidt-Wagemann bei der OB-Wahl 2026

 

Die Freien Wähler Dinkelsbühl haben sich nach intensiven Gesprächen sowie ausführlichen Beratungen im Ortsverband und innerhalb der Fraktion entschieden, die parteilose Bürgermeisterin von Fichtenau, Anja Schmidt-Wagemann, bei der Oberbürgermeisterwahl am 8. März 2026 in Dinkelsbühl zu unterstützen.

 

Mit Anja Schmidt-Wagemann tritt eine Kandidatin an, die über langjährige Verwaltungserfahrung verfügt, seit 2015 Bürgermeisterin in Fichtenau ist und dort vielfach gezeigt hat, dass sie Entscheidungen mit Augenmaß, Sachverstand und Bürgernähe trifft. Als Parteilose bleibt sie unabhängig und bringt damit die besten Voraussetzungen mit, um Dinkelsbühl gemeinsam in die Zukunft zu führen.

 

„Wir Freien Wähler sind keine Partei im klassischen Sinne, sondern eine kommunale Bürgerbewegung. Unsere Politik richtet sich nicht nach Ideologien, sondern nach den Bedürfnissen der Menschen vor Ort. Deshalb ist es uns wichtig, eine Kandidatin zu unterstützen, die den Bürger in den Mittelpunkt stellt und überparteilich für alle Dinkelsbühlerinnen und Dinkelsbühler da ist“, erklärt Alexander Wendel, Vorstand der Freien Wähler Dinkelsbühl.

 

Eigenständigkeit und Bürgernähe der Freien Wähler Dinkelsbühl

 

Die Freien Wähler betonen in diesem Zusammenhang ihre Unabhängigkeit:

„Unsere Unterstützung für Frau Schmidt-Wagemann bedeutet nicht, dass wir unsere Eigenständigkeit aufgeben. Im Gegenteil: Wir Freien Wähler stehen seit jeher dafür, die Anliegen der Bürger direkt und ohne Parteibindung zu vertreten.

 

Wir bleiben eine eigenständige Kraft im Dinkelsbühler Stadtrat, wo wir seit vielen Jahren eine der stärksten Fraktionen stellen. Darauf können sich die Menschen in unserer Stadt verlassen: Wir entscheiden nicht nach Parteibuch, sondern nach gesundem Menschenverstand und mit Blick auf das, was Dinkelsbühl wirklich braucht.

 

Unsere Stärke ist die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern. Wir hören zu, wir packen an und wir gestalten Politik aus der Mitte der Gesellschaft. Wer sich eine bürgernahe, sachliche und verlässliche Politik wünscht, ist bei den Freien Wählern genau richtig.“

 

Zeit für neue Impulse

 

Nach über zwei Jahrzehnten mit demselben Oberbürgermeister ist es aus Sicht der Freien Wähler an der Zeit, neue Impulse zu setzen. Dinkelsbühl hat sich gut entwickelt, doch jetzt braucht es frischen Schwung, mehr Bürgerbeteiligung und eine Politik, die noch näher bei den Menschen ist.

 

Mit der Kandidatur von Anja Schmidt-Wagemann eröffnet sich die Chance, nach vielen Jahren eine neue Perspektive für Dinkelsbühl zu gewinnen. Die Freien Wähler sehen in ihr eine Partnerin, mit der gemeinsam eine Politik möglich ist, die die Bürger einbindet, die Stadt nachhaltig entwickelt und zugleich die finanzielle Verantwortung im Blick behält.

 

„Dinkelsbühl ist eine starke Stadt – und wir wollen, dass das so bleibt. Gemeinsam mit Anja Schmidt-Wagemann können wir Bürgernähe, Sachlichkeit und frischen Schwung in die Stadtpolitik bringen“, so die Freien Wähler abschließend.

Artikel der Fränkischen landeszeitung vom 20.07.2019

Artikel der Fränkischen landeszeitung vom 04.06.2019

Artikel der Fränkischen landeszeitung vom 21.02.2019

Medizincampus Dinkelsbühl - Pressemitteilung vom 11.02.2019

Pressemitteilung vom 11. Februar 2019

 

Medizincampus Dinkelsbühl: Freie Wähler drängen auf ein schlüssiges Konzept, um dem Ärztemangel in der Region zu begegnen

 

Die Freien Wähler Dinkelsbühl haben sich einen dringenden Appell unter anderem an die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml gerichtet, um Lösungen für den dramatischen Ärztemangel in der Region einzufordern. Ein Vorschlag von Alexander Wendel als Erster Vorsitzender der Freien Wähler ist die rasche Entwicklung eines Medizincampus in Dinkelsbühl, der bereits bestehende Strukturen optimal nutzen und medizinisches Fachpersonal in die Region locken kann. Die Reaktionen auf diese Forderung fallen extrem unterschiedlich aus und spiegeln sehr gut wieder, welche Priorität die jeweiligen Parteien und Institutionen der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum einräumen.

 

Anfang Dezember vergangenen Jahres haben wir uns als Freie Wähler Dinkelsbühl mit einem eindringlichen Appell an die Bayrische Gesundheitsministerin Melanie Huml gewendet und das Schreiben mit konkreten Lösungsvorschlägen an weitere Entscheidungsträger und wichtige Institutionen gesendet. Anlass des Schreibens ist der sich immer gravierender auswirkende Ärztemangel in der Region. Wir identifizieren zwei Hauptursachen für die ärztliche Unterversorgung: Einerseits sind bereits heute mehr als die Hälfte der praktizierenden Mediziner über 60 Jahre alt. Arztsitze, die aus Altersgründen freiwerden, bleiben in der Regel unbesetzt. Andererseits ist die Region Ansbach/Dinkelsbühl in besonderem Maße von Veränderungen in der Krankenhauslandschaft betroffen. Die zum 01.01.2019 in Kraft getretene Schließung des Kreißsaals im Klinikum Dinkelsbühl ist nur ein trauriger Höhepunkt dieser Entwicklung.

 

Derzeit ist eine politische Debatte im Gange, bei der die unterschiedlichsten Ideen auf dem Tisch liegen, mit denen dem Ärztemangel begegnet werden soll. Leider vermissen wir eine wirkungsvolle Gesamtstrategie. Statt Abstriche an den Zulassungsvoraussetzungen zum medizinischen Studium zu machen oder gar qualitative Einbußen in Kauf zu nehmen, fordern wir ein mittel- und langfristig sinnvolles Maßnahmenpaket. Ein unverzichtbarer Bestandteil eines solchen Maßnahmenpakets ist nach unserer Ansicht der Ausbau des Klinikums Dinkelsbühl zum Medizincampus. Mit einer mehr als 50jährigen Tradition als Krankenpflegeschule eignet sich das Klinikum hervorragend als Standort, an dem Medizin und Pflege gemeinsam unterrichtet werden. Die grundsätzliche Eignung des Klinikums als Medizincampus ist durch die Selbstbezeichnung des Klinikums als Lehrkrankenhaus der Uniklinik Würzburg offenkundig.

 

Interessant, zum Teil ermutigend und teilweise desillusionierend, waren die Antworten, die wir auf unser Schreiben erhalten haben. Überhaupt keine Reaktion, nicht einmal eine Eingangsbestätigung, gab es von unserem Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer. Wir sind sehr darüber enttäuscht, dass der Oberbürgermeister der medizinischen Versorgung der Bürger offensichtlich keine hohe Priorität einräumt.

 

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat die Dringlichkeit unseres Anliegens immerhin erkannt und angekündigt, das Thema „Ausbau des Klinikums Dinkelbühl zum Medizincampus“ mit dem Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst ressortübergreifend abzustimmen. Bernd Sibler, Bayrischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, bekräftigte in seinem Antwortschreiben den Handlungsbedarf, wies aber darauf hin, dass zunächst bereits angestoßene Projekte ausfinanziert werden müssten. Die Ausbildung von medizinischen Nachwuchskräften in ländlichen Kliniken und Praxen ist für ihn aber ein Modell, das er auch in den Regionen Dinkelsbühl und Ansbach für interessant hält.

 

Wir sind gespannt darauf, welche konkreten Maßnahmen auf unsere Vorschläge folgen werden und lassen nicht nach, politische Entscheidungsträger auf ihre Verantwortung hinzuweisen.

 

Die Freien Wähler Dinkelsbühl verpflichten sich der Entwicklung optimaler wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und infrastruktureller Bedingungen ihrer Heimatstadt. Als Vertreter von Neubürgern und Alteingesessenen jeder Altersgruppe orientieren sich die Freien Wähler hierbei stets an Sachlösungen, nicht an Parteiprogrammen oder Ideologien.

Artikel der Fränkischen landeszeitung vom 22.01.2019

Artikel der FLZ 22.01.2019
Artikel der FLZ 22.01.2019

Artikel der Fränkischen landeszeitung vom 15.12.2018

Artikel der FLZ 15.12.2018
Artikel der FLZ 15.12.2018

Artikel der Fränkischen landeszeitung vom 20.11.2018

Artikel der FLZ 20.11.2018
Artikel der FLZ 20.11.2018

Keine Verhinderungspolitk der Freien Wähler

Richtigstellung zum Statement der CSU Ortsverbands Dinkelsbühl zur „Verhinderungstaktik in der städtischen Entwicklung“ auf Facebook
Stellungnahme der Freien Wähler Dinkelsbühl zum Beschluss über die Aufstellung eines Bebauungsplans zur Erweiterung der Wohnbebauung in Segringen

Am 23. Oktober 2018 veröffentlichte der CSU Ortsverband Dinkelsbühl auf seiner Facebook-Seite ein Statement, in welchem dem Dinkelsbühler Stadtrat eine „Verhinderungstaktik in der städtischen Entwicklung“ attestiert wurde. Anlass für diesen Kommentar waren die Ergebnisse einer Sitzung des Stadtrats am 23. Oktober 2018.
Als Freie Wähler weisen wir nachdrücklich darauf hin, dass der Vorwurf einer „Verhinderungstaktik“ haltlos ist und nehmen in dieser Richtigstellung auf die einzelnen Aspekte der Debatte Bezug.

1.    Vorwurf einer „Verhinderungstaktik der städtebaulichen Entwicklung“
Der CSU Ortsverband (der Verfasser des Posts wird nicht namentlich genannt) erklärt, dass eine Mehrheit aus Abgeordneten der SPD, der Freien Wähler und der Grünen den von der Verwaltung der Stadt Dinkelsbühl vorgelegten Beschluss zur Erweiterung der Wohnbebauung im Ortsteil Segringen verhindert habe.
Die Freien Wähler stellen hierzu richtig: Dem vom Stadtrat vorgelegten Beschluss wurde nach intensiver Diskussion auf der Basis vorheriger Akteneinsicht ein eigener Beschluss zum Bebauungsplan Schellenheckfeld gegenübergestellt. In diesem Vorschlag wird eine Aufstellung des qualifizierten Bebauungsplanes „Schellenheckenfeld II Abschnitt 1“ mit sechs Bauplätzen zur Diskussion gestellt. Eine vorausschauend geplante Kanalerschließung hält die Option offen, das Baugebiet zukünftig in Richtung Süden um maximal sieben Bauplätze zu erweitern. Der Kauf des Grundstücks soll die gesamte Fläche umfassen, die Bebauung nach Grunderwerb innerhalb von zwei Jahren erfolgen.
Mit diesem Antrag ist die aktuelle Nachfrage nach Baugrundstücken gedeckt. Steigt der Bedarf weiter an, kann eine Erweiterung problemlos stattfinden. Von einer Verhinderungstaktik kann folglich keine Rede sein. Vielmehr streben die Stadträte der Freien Wähler und weiterer im Stadtrat vertretenen Fraktionen nach einer Politik, die auf den tatsächlich vorhandenen Bedarf reagiert und eine vorausschauende Planung darstellt.

2.    Vorwurf, Erschließungskosten für zukünftige Bauplätze auf die jetzt geplanten Bauplätze umlegen zu wollen oder eine Finanzierung aus Steuergeldern zu forcieren
Der CSU Ortsverband sperrt sich gegen die Reduzierung der aktuell ausgewiesenen Zahl der Bauplätze von geplanten 13 (Vorschlag der Verwaltung) auf 6 mit der Option, zukünftig weitere Bauplätze zu erschließen. Als Grund für diese Ablehnung wird vorgegeben, dass ein solches Vorgehen zur Folge hätte, dass die vollen Erschließungskosten (für jetzige und zukünftige Bauplätze) auf die aktuell geplanten Bauplätze umgelegt werden müssten. Alternativ müssten rund 500.000 Euro aus Steuergeldern gegenfinanziert werden.
Die Freien Wähler stellen richtig: Eine Erschließung von erst in der Zukunft freigegebenen Bauplätzen muss in der Tat von der Stadt zwischenfinanziert werden, sodass die Erschließung auf sämtliche Grundstücke umgelegt werden kann. Diese Vorgehensweise ist allerdings auch in anderen Baugebieten üblich und stellt keine unnötige Belastung des Haushalts dar.

3.    Vorwurf, sechs Bauplätze deckten den aktuellen Bedarf nicht
Der CSU Ortsverband beklagt in seinem Statement auf Facebook, dass der von den anderen Fraktionen vorgelegte Beschluss verhindern würde, dass viele Dinkelsbühler Familien ihren Bauwunsch verwirklichen könnten. Auch die Schule in Segringen sowie die örtlichen Vereine seien auf diese Familien angewiesen.
Über die Zahl der Interessenten wurde ausführlich im Bauausschuss und im Stadtrat debattiert. Die Sitzungsvorlagen geben hierzu entsprechend Aufschluss.

4.    Vorwurf, aus Gründen des „Kommunalwahlkampfs“ zu handeln
Der CSU Ortsverband unterstellt „einigen Fraktionen“ ein Handeln, das auf einen bereits begonnenen Kommunalwahlkampf zurückzuführen sei und beklagt, dass die Situation im Hinblick auf das Bebauungsprojekt Schellerheckenfeld in Segringen nun neu zu prüfen und zu bewerten sei.
Die Freien Wähler stellen richtig: Als Freie Wähler Dinkelsbühl haben wir uns einer vorausschauenden Politik verpflichtet, die zukünftigen Generationen finanziellen Spielraum lässt und verantwortungsvoll mit unserer Heimat umgeht. Diese Grundsätze verfolgen die Vertreter der Freien Wähler immer – unabhängig von Wahlkämpfen. Den Bebauungsplan für Segringen nun noch einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen, lebendig zu diskutieren und auf der Grundlage von Fakten und vernunftbasierten Entscheidungen neu zur Abstimmung zu bringen, ist nach Auffassung der Stadtrats- und Ausschussmitglieder mitnichten ein beklagenswerter Zustand, sondern vielmehr eine Chance für eine zukunftsorientierte Politik!


Von weiteren Statements, die eine „Verhinderungstaktik“ oder ähnliches unterstellen, bitten die Freien Wähler zukünftig abzusehen.